Clostridien-Assoziierte Enteritis beim Hund

 

Da Clostridien den Erdboden besiedeln und ihre Sporen in diesem über Jahre überleben können, werden sie leicht bei der Nahrungsaufnahme oder beim Fressen von Erde bei Unwohlsein verschluckt. So kann es vorkommen, dass diese Bakterien innerhalb der normalen Darmflora angetroffen werden. Wenn Bakterien der Gattung Clostridium perfringens sich übermäßig im Darm von Hund oder Katze vermehren und dabei Giftstoffe (Toxine) produzieren, kann es zum Krankheitsbild kommen. Nach neusten Untersuchungen werden 15-20 Prozent der Durchfallerkrankungen durch Clostridien ausgelöst. Die Tiere zeigen teilweise massive, teils blutige Brechdurchfälle. Durch Austrocknung und durch die Toxine kann ein Schock ausgelöst werden, der unter Umständen zu Organschädigungen führen kann. Bei Pferden, Schweinen, Kaninchen, Hamstern und dem Menschen ist häufiger Clostridium difficile an der Enteritis beteiligt.

 

 

Allgemeines zu Clostridien

Zur bakteriellen Gruppe der Clostridien gehören mehr als 100 Arten. Sie können als Opportunisten die Haut, Schleimhäute, Magendarmtrakt und vor allem den Dickdarm bei Mensch und Tier besiedeln. Ihre Sporen sind im Erdboden über viele Jahre überlebensfähig. Clostridium perfringens kommt häufig im Verdauungstrakt unserer Haustiere vor, ohne dabei Symptome einer Erkrankung auszulösen. Dies mag mit der Tatsache in Zusammenhang stehen, dass unsere Haustiere häufig Erde fressen und dabei Clostridiensporen verschlucken. Damit diese aber Krankheitssymptome verursachen, müssen die Bakterien im Darm oder in einer Wunde keimen (sporulieren) und Giftstoffe (Toxine) bilden. Die wichtigsten Vertreter sind Clostridium perfringen, Clostridium difficile, Clostridium sordelli, Clostridium chauvoei, Clostridium botulinum, Clostridium tetani, Clostridium septicum.

 

 

Wie kann es zu einer Infektion kommen?

Cl. können oral aufgenommen werde, da sie im Erdreich natürlicherweise vorkommen, ebenso wie im Darm des Hundes. Wenn sich die Möglichkeit bietet breiten sich Cl. rasch aus und bildet Toxine. Dies wird begünstigt durch:

  • Futterwechsel
  • lange Antibiotikagabe
  • Immunsuppression
  • Koinfektionen mit anderen pathogenen Bakterien

 

Symptome

  • Dünn- und Dickdarmdurchfall
  • Blut und Schleim im Kot
  • teilweise Erbrechen

Es kann zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Bitte kontaktieren Sie einen Tierarzt, wenn Sie sich unsicher sind oder ihr Tier stark ausgeprägte Symptome zeigt.