Die Antibiotika-assoziierte Diarrhoe (AAD)

Antibiotika sind unumstritten eine der wichtigsten medizinischen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts gewesen und ohne sie wäre viele Krankheiten heute immer noch tödlich. Wie der Name schon sagt richten sie sich gegen das Leben, (anti=gegen; bios=Leben) in ihrem Fall richten sie sich gegen die Existenz von Bakterien. Sie können auf bestimmte Bakterienarten selektiv wirken oder als Breitbandantibiotikum gegen sehr viele verschiedene Arten wirken. Ihre Wirkung ist entweder bakteriozid, also abtötend oder aber bakteriostatisch, das heißt sie verhindern die weitere Vermehrung der Bakterien.

In Bezug auf den Darm und seine Billionen Mitbewohner an nützlichen und natürlichen Darmbakterien, ist ein Antibiotikum immer ein Einschnitt für die Anzahl als auch für die Vielfalt. 

 

Wie kommt es nun aber zur antibiotika-assoziierten Diarrhoe?

Durch das unschädlich machen pathogener Bakterien wird ebenso ein großer Teil der natürlichen Darmbakterien zerstört und so entstehen ökologische Nischen für aggressive, infektionsauslösende Keime wie beispielsweise Clostridien. Diese können sich nun vermehren und leichte bis schwere Durchfälle auslösen. Bei Jungtieren und älteren Hunden können diese Durchfälle lebensbedrohlich sein.

 

Wie äußert sich eine Antibiotika-Assoziierte Diarrhoe?

Ganz klar, ihr Hund hat Durchfall, eventuell ist er auch verstimmt, weil er kolikartige Schmerzen hat und er wirkt matter als gewöhnlich. Diese Symptome können bereits während einer Antibiotikatherapie auftreten, was aber viel irreführender ist, sie können auch noch bis zu 4 Wochen nach der Beendigung der Antibiotikatherapie beginnen. Meistens werden diese Durchfälle, die mit unter auch sehr schwer seien können, nicht mehr mit einem Antibiotikum in Verbindung gebracht. Wichtig an dieser Stelle ist es den Darm mit seinen nützlichen Bewohnern wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und die aggressiven Keime, die sich im Darm des Hundes angesiedelt haben zu eliminieren.

 

Bei welchen Anzeichen müssen sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen?

  • Urinausscheidung nimmt ab
  • Der Urin ist auffällig dunkel verfärbt
  • Hohes Fieber
  • zunehmende Schwäche und Abgeschlagenheit
  • Durchfälle die länger als 7 Tage anhalten

Was kann man bei einer Antibiotika-Assoziierten Diarrhoe tun?

Da das Gleichgewicht im Darm durcheinander geraten ist, ist es besonders wichtig dies wieder herzustellen. Am besten gelingt das mit einem Synbiotikum wie DarmGesund Dog Pro. Der enthaltene Bakterienstamm ist in der Lage den ph-Wert seiner Umgebung herabzusetzen. Dadurch werden infektiöse Keime verdrängt und die Durchfälle gehen zurück. Darüber hinaus stärkt das enthaltene Bio-Topinambur, dessen Hauptbestandteil Inulin ist, die nützlichen Darmbakterien des Hundes und fördert deren Vermehrung. Gleichzeitig hat Topinambur selbst eine antimikrobielle Wirkung und hilft zusätzlich die infektiösen Keime zu verdrängen.

 

Sie sollten ihrem Hund während eines Durchfalls Schonkost füttern. Der angeschlagene Darm ist auf leicht verwertbare Nahrung in dieser Phase angewiesen und kann sich durch die Schonkost besser regenerieren.

Wie haben für Sie einige Rezepte für eine angemessene Schonkost zusammen gestellt.